Einnässen, einkoten an einer bestimmten Stelle

... Rhodesian-Ridgeback-Hündin, 7 Monate .....

Beispiel: Heute nachmittag, 1 1/2 stündiger Freilauf, Geschäfte alle erledigt. ...... Wir nehmen ca 1 Stunde später einen auffälligen Geruch im Flur wahr. Sie war in die obere Etage gegangen (Teppichboden) und hat dort 2 Haufen hinterlassen.

..... Sie ist lange draussen, kaum im Haus, erledigte sie dort ihr Geschäft. .....

Auf Rückfrage erhalte ich folgende weitere Informationen:

Wir bewohnen ein Haus, ebenerdig ist alles gefliest. ...... Oben befinden sich ein kleiner Flur, sowie Schlafzimmer und Arbeitszimmer. Die Türen zu diesen Räumen sind in der Regel geschlossen, ....... Aber auch hier hat sie kein Verbot, das Zimmer zu betreten. ...

Unsere Hündin hat ihren Korb im Flur stehen. .... Das Leben spielt sich im Erdgeschoss ab. ..... Da im 1. Stock nur Schlaf- und Arbeitszimmer sind, halten wir uns selten dort auf, demzufolge auch unsere Hündin. .....

..... Spaziergänge morgens und mittags mindestens jeweils eine Stunde, abends manchmal noch eine weitere Runde. .....

Antwort:

Sie haben ja bereits sinnvolle Schritte eingeleitet. Leckerchen zu geben, mit Streicheln zu belohnen und überschwänglich zu loben ist in jedem Fall ein guter Ansatz. Machen Sie das weiter, wenn Ihre Hündin ihr Geschäft gemacht hat: Leckerchen, streicheln, loben! Wenn sich Hunder erleichtert haben, sind sie in Spiellaune - auch das ist eine gute Belohnung! Zeigen Sie Ihrer Hündin auf diese Weise: auf der Wiese und im Gebüsch freuen wir uns über jedes Geschäft! Lassen Sie sich aber nicht veralbern - auch Ihre Hündin wird sicher bald anfangen, alle 100 Meter einen Mini-Pinkler abzulassen - für eine Belohnung sollte aber schon mehr fließen!

Welpen versuchen so früh als möglich den näheren Bereich um die Wurfhöhle herum selbst sauberzuhalten. Sie entfernen sich zwei bis drei Meter vom Eingang und erleichtern sich dort. Später sieht man das auch im Rudel: dort, wo die Hunde schlafen oder wo Futter ist oder Wasser oder eine sandige, sonnige Stelle, erleichtert sich kein Hund. Vor allem der nähere Bereich um die Schlafstätte bleibt sauber. Damit hängt die erste Idee zusammen, die in Ihrem Fall zutreffen kann:

Stellen, die eine besondere Bedeutung für den Hund haben, hält er sauber - so het er es von Kindesbeinen an gelernt und es macht ja auch Sinn. Wo man schläft, frisst, spielt, .... will man nicht in die eigenen Hinterlassenschaften treten. So wie Sie es beschreiben, spielt sich das Leben Ihres kleinen Rudels vor allem im unteren Bereich des Hauses ab. Der kleine Flur oben ist eine tote Zone - kein Schlafplatz, kein Futterplatz, kein Spielplatz. Und noch nicht einmal Durchgangsbereich zu spannenden Räumen, die man alleine betreten darf, ist es - einfach Sackgasse, Ende. Dieser Bereich ist für Ihre Hündin möglicherweise einfach bedeutungslos: ein ideales Hundeklo - nahe, jederzeit geöffnet und an einer Stelle, wo es (nach Hundedenken) nicht stört. Dazu fast rasenähnlich weich beteppicht. Einfach gut geeignet.

Von dem ausgehend: Bringen Sie Spielzeug Ihrer Hündin dorthin, richten Sie noch eine weitere Liegeecke dort ein. Dort oben ab sofort täglich zwei mal 10 Minuten spielen und streicheln. Eine kleine Handvoll Trockenfutter einfach hinwerfen und Ihre Hündin die Stückchen im ganzen Flur suchen lassen.Bekannte von mir haben bei einem ähnlichen Problem den Bereich, um den es ging, mit einem in Leberwurst getunkten Lappen abgerieben (bei Teppichboden vielleicht nicht ganz so ideal) und deren Hund war fortan von dieser Stelle so begeistert, dass er niemals dorthin gepinkelt hätte! ........

Rückmeldung:

.... ich möchte mich noch einmal bedanken für Ihre Unterstützung ..... Dank Ihrer Hilfe haben wir den besagten Flur als aktiven Wohnraum einbezogen und mittels Leckerchen und Decken interessant gestaltet. Und das hat funktioniert!!!

Dieses Thema wird an zwei Beispielen noch in einem Bereich dieser Site behandelt, der sich nicht über das Menü erschließt. Möchten Sie dorthin wechseln? Dann folgen Sie diesem Link.